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Ibiza 6K / 6L


Der erste Ibiza im Jahre 1984 basierte auf dem Fiat 127/Ritmo/Regata und war der erste Seat, der sich die Karosserie nicht mit einem Fiat teilen musste. Das Design des Ibiza stammt von Giorgetto Giugiaro, welcher auch den VW Golf und viele andere Fahrzeuge entworfen hat. Die Motoren ab 1,2l Hubraum wurden mit Ausnahme des 1,7l-Dieselmotors von Porsche entwickelt. Dabei handelte es sich um EA801 Motoren von VW, deren Hubraum auf 1,5l vergrößert und die (teilweise) mit L-Jetronic ausgerüstet wurden. Die anderen Motoren stammen von Fiat. Der 021 BJ.1984 zeichnete sich massgeblich durch geringe Verarbeitungsqualität, eine schwergängige Lenkung und sehr laute Innengeräusche, bedingt durch den Motor, aus. Dieses Manko änderte sich ab 11/1988. Zu diesem Zeitpunk wurden zahlreiche Massnahmen im Innenraum und an der Karosserie unternommen, diese Massnahmen verringern die Geräuschentwicklung.

Der Ibiza wurde 1993 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt vorgestellt. Während die Technik jetzt ausschließlich von VW stammte, war für die Karosserie wieder Giorgetto Giugiaro zuständig, der dem neuen Ibiza zu einem unverwechselbaren Erscheinungsbild verhalf. Der Ibiza (6K) wurde komplett unter Regie der VW-Gruppe gebaut und übernahm auch viele Ausstattungsmerkmale des Polo 6N. Anfänglich wurde dieser erste "VW-Seat" als billige Alternative zu VW gesehen, doch die Einführung der Cupra-Modelle und die Erfolge im Rallye-Bereich verschafften Seat ein sportliches Ansehen. Nach VWs Einkauf der Marke Škoda, ging das "Billig-Image" nahtlos auf Škoda über.

Als VW Polo Playa wurde der Ibiza 6K in Südafrika verkauft. Ibiza 6K (1993–1999) basiert auf Polo 6N erstmalig auf der VW-Konzern Plattform.

Der heutige Seat Ibiza (6L) basiert auf dem VW Polo IV (9N) des Mutterunternehmens Volkswagen, ist jedoch ein klein wenig größer und eher auf Sportlichkeit ausgelegt. Eigentlich wurde der Polo 9N und somit auch der Ibiza 6L auf der Plattform des Škoda Fabia gebaut. Dieser kam vor dem Polo 9N auf den Markt und seine Plattform wurde von Škoda als "Entwicklungsdienstleister" für Volkswagen gebaut. Der Ibiza ist ebenso wie seine Schwestermodelle aus dem Volkswagen Konzern als 3- und 5-Türer erhältlich. (Škoda Fabia nur als 5-Türer erhältlich)