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986 Boxster


Der erste Porsche Boxster (interner Code 986) erschien 1996 (V-Programm) mit einem wassergekühlten 2,5-Liter-Sechszylinder-Motor mit 150 kW (204 PS) und gilt als Nachfolger des legendären Klassikers Porsche 550 „Spyder“. Er enthielt sehr viele Komponenten vom ein Jahr später erscheinenden Porsche 911 (interner Code 996), was der Firma zunächst wegen mangelnder Differenzierung viel Kritik einbrachte. Mit einem Einstiegspreis von 76.500 DM (ca. 39.100 Euro) lockte er neue Kunden zur Marke und startete die Boomjahre der Firma Porsche Mitte/Ende der 1990er Jahre.

Was den Boxster bei seinem Erscheinen von seinen Konkurrenten unterschied, war das relativ große Platzangebot. Dank seines Mittelmotorkonzepts hat er vorne und hinten je einen Kofferraum, der nicht durch das geöffnete Verdeck beeinträchtigt wird. Kritik gab es für die gewöhnungsbedürftige Optik der Leuchteinheiten, die schnell den Spottnamen Spiegeleier-Leuchten bekamen.

1997 wurde ein Teil der Boxster-Produktion an das finnische Unternehmen Valmet Automotive Inc. mit Sitz in Uusikaupunki ausgelagert. Im fiskalischen Jahr 2000/2001 (31. Jan.) wurden 23.294 von 28.457 Boxster- und Boxster-S-Modellen in Uusikaupunki produziert. Der Vertrag mit Valmet lief zunächst bis zum Jahr 2004 und wurde danach bis zum Jahr 2008 mit einer Option auf eine erweiterte Partnerschaft bis zum Jahr 2011 verlängert. 109.213 Boxster der ersten Generation wurden von 1997 bis 2004 in Finnland produziert. Anhand der Fahrgestellnummer sind die Produktionsorte der Fahrzeuge erkennbar. Ein U oder S im hinteren Drittel der Nummer zeigt die finnische oder deutsche Herkunft.

Im Jahr 2000 erhielt der Einstiegs-Boxster einen auf 2,7 Liter vergrößerten Motor, der nun 162 kW (220 PS) leistete. Weiterhin wurde die Baureihe um den Boxster S mit einem 3,2-Liter-Motor mit 185 (252 PS) ergänzt, die den Boxster von 0 auf 100 km/h in 5,9 Sekunden spurten lässt. Noch vor dem Modellwechsel zum 987 erfuhr der Boxster noch ein letztes Facelift und eine Leistungssteigerung dank neuer Motronik und VarioCam: Der Boxster leistete nun 168 kW (228 PS), der Boxster S 191 kW (260 PS).